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Mittwoch, 17. Januar 2018
Jahreshauptversammlung für das Jahr 2012 Drucken E-Mail
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Montag, 7. Januar 2013

 Am 04. Januar 2013 fand die Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereines Gefell e. V. sowie der Freiwilligen Feuerwehr Gefell für das vergangene Jahr statt.

Viele Gäste, Freunde sowie die aktiven und passiven Mitlglieder folgten der Einladung am Freitagabend ins Gerätehaus.

Feuerwehr auch auf Schlangenfang

Gefeller ziehen im Gerätehaus Bilanz 2012: 25 Einsätze, 12 Absicherungen, drei Übungen, viele Ausbildungsstunden.

Gefell. Als kurioseste Geschichte taucht in der Einsatzstatistik der Feuerwehr Gefell für 2012 die Umsetzung einer Schlange genauer einer Ringelnatter in Gebersreuth auf. "Ich wurde am 28. Juni von der Leitstelle angepiepst. Dann kam die Info: Wir haben eine Schlange in Gebersreuth, könnt ihr mal schauen. . .", erinnerte sich Wehrführer Detlef Wagner am Freitag zur Jahreshauptversammlung.

Wie OTZ dazu erfuhr, hatte damals eine Frau mit zwei kleinen Kindern auf ihrem Grundstück das Tier gesichtet und die Rettungsleitstelle um Hilfe gebeten. "Die Schlange stellte sich immer wieder auf und züngelte", so schilderte Detlef Wagner die Situation beim Eintreffen der Feuerwehr. Etwas über eine Stunde benötigten die Helfer, bis die Schlange eingefangen war. In der Nähe vom "Drei-Freistaaten-Stein" wurde sie schließlich wieder in die Freiheit entlassen.

Nur ein Beispiel aber es zeigt auf, dass aus der Feuerwehr heutzutage immer mehr ein multifunktionaler Dienstleister mit ständig wachsendem Einsatzspektrum wird. "Eine Rolle, mit der wir nicht immer unbedingt glücklich sind", mit dieser Einschätzung steht der Gefeller Wehrführer sicher nicht allein. Bei insgesamt 40 Aktivitäten (25 Einsätze, 12 Absicherungen, drei Übungen) waren seine Mitstreiter und er im vorigen Jahr gefordert. Sieht man das einmal zeitlich, kommt man auf rund 700 Stunden.

Michael Militzer blickte auf die 2012er Ausbildungshöhepunkte zurück. Es wurden 35 Ausbildungseinheiten in einem Zeitumfang von insgesamt 90 Stunden durchgeführt. So nutzte man z.B. im Januar die Brandsimulationsanlage der Landesfeuerwehrschule, stand die Retten-/Selbstretten-Ausbildung unter der Leitung des neuen Zugführers Roy Thiel, erlebte der "Tag der Rettung" in Gefell bereits seine 3. Auflage. Um den Aufbau von Seuchenmatten, eine Lkw-Rettung sowie um das Thema "Demographie und Konfliktlösung in der Feuerwehr" ging es bei Ausbildungsmaßnahmen, die im Rahmen der Stützpunktfeuerwehr Süd absolviert wurden.

"Trotz der knappen Kassen durften wir auch 2012 wieder auf die Unterstützung der Stadt setzen", unterstrich Michael Militzer in der Folge. Es konnte die Trockenlegung des Gerätehauses zum größten Teil in Eigenleistung der Feuerwehrmitglieder abgeschlossen werden. Angelaufen ist die Erneuerung der Schutzanzüge, gab es eine Ersatzbeschaffung bei der Stromversorgungsanlage.

Stadtbrandmeister Mark Militzer richtete anschließend den Fokus auf die Belange der Einheitsgemeinde insgesamt, in der 122 Feuerwehrmänner und - frauen aktiven Dienst verrichten. Er ließ u.a. die Großübung im Michaelisstift nochmals Revue passieren, erwähnte die Baumaßnahmen an den Gerätehäusern in Dobareuth und Göttengrün sowie die Anschaffung von fünf Notstromaggregaten samt Beleuchtungssätzen für die Ortsteilwehren.

Die Jahreshauptversammlung ist immer auch ein würdiger Anlass für Ehrungen und Beförderungen. So wurde Roy Thiel am Freitagabend Oberlöschmeister. Er hat den Zugführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule bestanden. Für Stadtbrandmeister Mark Militzer und Wehrführer Detlef Wagner gab es die Ehrenmedaille des Thüringer Feuerwehrverbandes in Bronze bzw. in Silber. Mit einem Präsent bedankte sich die Gefeller Feuerwehr-Spitze bei Michael Militzer, der aus persönlichen Gründen vom Amt des stellvertretenden Wehrführers zurücktrat.

Eine Spende des Kulturvereins in Höhe von 100 Euro übergab Bürgermeister Marcel Zapf (VUB). "Die Feuerwehr unterstützt uns, egal ob das der Weihnachtsmarkt ist oder Einsätze im Park sie ist immer dabei. Deshalb wollen wir dies als kleine Anerkennung heute zurückgeben."

Jugendfeuerwehr von Gefell zählt noch ganze elf Mitglieder

Voriges Jahr wurden 48 Stunden zur Ausbildung des Nachwuchses genutzt.

Gefell. "Es ist eine der schwersten Aufgaben im Feuerwehrwesen die Kinder zu motivieren und sie so weit zu bringen, dass wir sie irgendwann einmal in die aktive Gruppe übernehmen können", mit diesen Worten würdigte u.a. Stadtbrandmeister Mark Militzer am Freitag in Gefell die Arbeit von Jugendwart Matthias Wiesel. Noch elf Mädchen und Jungen zählen zu dessen Truppe. Sie kommen aus Gefell, Blintendorf, Dobareuth und Göttengrün.

Auf 173 Stunden verteilten sich die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr in den vergangenen zwölf Monaten. 48 davon nutzte man zur Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses. Den Löwenanteil verbrachte man aber mit der Partnerwehr Gerlingen bei einem gemeinsamen Zeltlager im Sommer. Unterstützt wurden der Faschings- und der Martinsumzug sowie das Maibaumaufstellen in Gefell.

Matthias Wiesel unterstrich in seinem Jahresbericht, dass es immer schwerer wird, Mädchen und Jungen für die Jugendfeuerwehr zu begeistern. Trotz einer Übung an der Grundschule und eines Schnuppertages zur Werbung, zeigte nur ein Junge Interesse deren Arbeit einmal kennenzulernen. Deshalb will man zum Schulfest am 1. Juni 2013 erneut Anlauf nehmen und unter dem Motto "Helden gesucht, auch in der Jugendfeuerwehr" ordentlich die Werbetrommel für den Nachwuchs rühren.

Seit August absolvieren die Jugendfeuerwehren Gefell und Blintendorf ihre Ausbildung gemeinsam. "Was auch durch die Unterstützung von Raiko Themel sehr gut klappt. Er bringt die Jugendlichen mit dem Kleinlöschfahrzeug aus Blintendorf zur Ausbildung und fährt sie wieder nach Hause", diese Information verband Jugendwart Wiesel mit einem dicken Dankeschön an Raiko Themel. Dessen Hilfe ist quasi auch förderlich für die Ausbildung, denn so steht gleich das KLF aus Blintendorf dafür mit zur Verfügung.

Uwe Lange kommentiert: Sorgen um den Wehrnachwuchs

Ein Kommentar von Uwe Lange, der aber auch keine Patentlösung parat hat.

Die Kinder und Jugendlichen haben mit moderner Technik zu tun, sind in eine Gruppe integriert und können so auch Kameradschaft erleben, sie lernen etwas in der Ausbildung, treiben gemeinsam Sport, bei Freizeitaktivitäten kommt auch der Spaß nicht zu kurz aber trotzdem fehlt es nicht nur in der Gefeller Feuerwehr an Nachwuchs. Warum eigentlich? Engagiert gearbeitet wird überall, wo es noch Jugendfeuerwehren gibt. Aber sehr viele sind es nicht, die von hier aus den Weg zu den Einsatzkräften nehmen. Vielfach hindern auswärtige Lehr- oder Arbeitsstellen dann an so einem Schritt. Es fehlt aber auch irgendwie die personelle Breite im Feuerwehr-Einstiegsalter. Wie gegensteuern?

Ausprobieren will man sich in eben diesem Alter, Interessen testen egal ob bei der Feuerwehr oder vielleicht beim Fußball. Es wird auch schon mal gewechselt wenn es nicht passt. Ein Fakt, der Verantwortlichen in der Feuerwehr wesentlich mehr Kopfschmerzen bereitet als Fußballtrainern.

Für die Floriansjünger kann nur gelten: Am Ball bleiben, neue Ideen entwickeln und damit in der Öffentlichkeit unermüdlich Flagge zeigen.

"Schnuppern" kommen können Interessierte aber unabhängig davon jeden zweiten Dienstag im Monat ab 17 Uhr ins Gefeller Gerätehaus.

Uwe Lange / 07.01.13 / OTZ

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