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Freitag, 18. Mai 2012
19.10.2008 05:00 Uhr - Gebäudesprengung - Pößneck, Rotasym Drucken E-Mail
Geschrieben von Sandro Möckel   
Sonntag, 19. Oktober 2008

Sprengung Rotasym Pößneck Am 19. Oktober 2008 stand die Sprengung eines größeren Gebäudeteils einer ehemaligen Tuchfabrik auf dem "Rotasym-Gelände" in Pößneck an. Zur Unterstützung der Einsatzleitung im Havariefall waren auch drei  Gefeller Kameraden der UG ÖEL mit dem FüKW des Landkreises vor Ort.

Bereits um 6.00 Uhr wurde der Standort bezogen und die Einsatzbereitschaft hergestellt. Punkt 10.00 Uhr wurde gezündet - doch leider wurde bei der Sprengung nicht das komplette Gebäude zum Einsturz gebracht, so dass um 18.00 Uhr eine zweite Zündung notwendig war. Dieser Sprengung hielt die besondere Spiralabewehrung in den Säulen nicht stand und das Gebäude viel, wie bereits für den Vormittag geplant, in sich zusammen.

Ein großes Lob gilt der Feuerwehr Pößneck für die hervorragende Planung und Organisation sowie dem Chefkoch "Suppe" und seinen Helferinnen für die Verpflegung.

zu den Bildern...


Video der Sprengung um 10.00 Uhr:

Video der Sprengung um 18.00 Uhr:



OTZ

Tuchfabrik trotzt erster Sprengung
Einsturz des kompletten Gebäudes auf Rotasymgelände gelingt erst im zweiten Anlauf

Von OTZ-Redakteur Peter Cissek Pößneck. Erst im zweiten Anlauf und gut acht Stunden nach dem fehlgeschlagenen Versuch ist gestern die Sprengung eines Fabrikgebäudes auf dem östlichen Rotasym-Gelände in Pößneck gelungen.

Am Morgen war nur ein Teil der 1913 errichteten Tuchfabrik eingestürzt, obwohl die Mitarbeiter der renommierten Thüringer Sprenggesellschaft aus Kaulsdorf 110 Kilogramm Sprengstoff - verteilt auf 530 Bohrlöcher im Mauerwerk - gezündet hatten. Wie Geschäftsführer Martin Hopfe erklärte, war die Spiralbewehrung des Gebäudes so stabil, dass durch die Detonation keine Stahlbetonstützen zerstört wurden und eine Hälfte des sechsgeschossigen Gebäudes einfach stehen blieb. "Wir haben es hier mit einer außergewöhnlichen Konstruktion zu tun. Das haben wir im Vorfeld nicht erkannt", bedauerte Hopfe nach dem misslungenen Versuch gegenüber OTZ. Solch ein Patzer sei dem Unternehmen, das seit 18 Jahren wöchentlich im In- und Ausland sprengt, noch nicht passiert.

Nachdem sich am 24. September ein Anbau wie geplant in Schutt und Staub auflöste, sollte gestern um 10 Uhr das etwa 80 Meter lange und 25 Meter hohe Hauptgebäude folgen. Insgesamt 28 500 Kubikmeter umbauter Raum sollten binnen weniger Sekunden fallen. Doch bereits kurz nach dem Sprengsignal, das der frisch vermählte Kreissportbund-Geschäftsführer Helmut R.W. Herrmann mit seiner Gattin Kerstin gegeben hatte, wunderten sich Fachleute und Eingeweihte. Nicht der mittels einer Bauwerksfuge vom Gebäudeensemble getrennte Fabrikteil stürzte zuerst ein, sondern nur die in Richtung Kaufland zeigende Haushälfte. Anfangs ging Martin Hopfe davon aus, dass der erste Sprengkreis nicht gezündet hatte. Doch nach einem Rundgang stellten die Fachleute fest, dass sie die Spiralbewehrung unterschätzt hatten. "Es handelt sich um ein Gebäude aus Zeiten, als Stahlbetonbau Neuland war und man mit dem Material noch viel experimentiert hatte", sagte Geschäftsführer Hopfe, der über 25 Jahre Berufserfahrung verfügt.

Nachdem der Statiker das Gebäude für die zwölf Mitarbeiter der Thüringer Sprenggesellschaft freigegeben hatte, konnten diese binnen weniger Stunden 60 Kilogramm Eurodyn-2000-Sprengstoff in 300 Bohrungen verteilen. Beim zweiten Versuch um 18 Uhr fiel die verbliebene Gebäudehälfte tadellos und wie geplant in sich. Nicht nur Martin Hopfe atmete auf, auch Bürgermeister Michael Modde war erleichtert. Die Stadt hatte schon über Notquartiere für die Einwohner des betroffenen Abschnitts der Saalfelder Straße nachgedacht, der bis zum gelungenen Abbruch hätte gesperrt bleiben müssen. Doch dieser Notfallplan erübrigte sich mit der geglückten Sprengung. Bürgermeister Modde und Geschäftsführer Hopfe dankten den 120 Ordnungskräften von Polizei und Feuerwehren, dass sie das Gefährungsgebiet am Abend erneut sicherten, aber auch den Anwohnern, die ein zweites Mal evakuiert werden mussten.

Obwohl die Saalfelder Straße mit Baugerüsten und Planen geschützt war und die Feuerwehr weit über 100 000 Liter Kotschauwasser mit Fontänen in die Höhe sprühte, zog am Abend eine dicke Staubwolke in die Innenstadt.

"Der Stadt Pößneck entstehen durch die zweite Sprengung keine Mehrkosten. Diese muss das beauftragte Unternehmen tragen", teilte Frank Sieber vom gleichnamigen Raniser Architekturbüro mit. Wie hoch der materielle Schaden für die Sprenggesellschaft ist, wollte Geschäftsführer Hopfe nicht beziffern: "Der moralische Schaden ist viel höher", sagte er der OTZ, während ihm viele Leute zur gelungenen Sprengung die Hand schüttelten. Die Neustädter Firma Demo-Bau will das Abbruchmaterial in einer Woche soweit beräumen, dass die Saalfelder Straße halbseitig und nach zwei Wochen der Kreuzungsbereich zur Bahnhofstraße für Straßenbauarbeiten freigegeben werden kann. Bis Jahresende soll das gesamte Abbruchmaterial beräumt sein.

Ostthüringer Zeitung (19.10.2008)


OTZ

Rotasym trotzt Sprengung

Nach der misslungenen Sprengung eines Fabrikgebäudes auf dem Rotasym-Gelände in Pößneck am Morgen wird es am heutigen Sonntag um 18.30 Uhr einen erneuten Versuch geben. Der unmittelbare Bereich wird ab 17.30 Uhr für Fußgänger gesperrt.

Am Morgen war nur ein Teil der 1913 errichteten Tuchfabrik eingestürzt, obwohl die Mitarbeiter der renommierten Thüringer Sprenggesellschaft aus Kaulsdorf 110 Kilogramm Sprengstoff in 530 Bohrlöchern im Mauerwerk gezündet hatten.
Wie Geschäftsführer Martin Hopfe erklärte, war die Spiralbewährung des Gebäudes so stabil, dass bei der Detonation alle erforderlichen Stahlbetonstützen nicht zerstört wurden und eine Hälfte des sechsgeschossigen Gebäudes einfach stehen blieb.

Ostthüringer Zeitung am 20.10.2008


OTZ

Sprengung in Rotasym gelingt

Erst im zweiten Anlauf und gut acht Stunden nach einem fehlgeschlagenen Versuch ist am Sonntag die Sprengung eines Fabrikgebäudes auf dem Rotasym-Gelände in Pößneck gelungen. Am Morgen (10 Uhr) war nur ein Teil der 1913 errichteten Tuchfabrik eingestürzt, obwohl die Mitarbeiter der renommierten Thüringer Sprenggesellschaft aus Kaulsdorf 110 Kilogramm Sprengstoff in 530 Bohrlöchern im Mauerwerk gezündet hatten.

Wie Geschäftsführer Martin Hopfe erklärte, war die Spiralbewährung des Gebäudes so stabil, dass bei der Detonation alle erforderlichen Stahlbetonstützen nicht zerstört wurden und eine Hälfte des etwa 80 Meter langen und 25 Meter hohen Gebäudes einfach stehen blieb. Da der Statiker das Gebäude für die zwölf Mitarbeiter der Thüringer Sprenggesellschaft freigegeben hatte, konnten diese binnen weniger Stunden 60 Kilogramm Eurodyn-2000-Sprengstoff in 300 Bohrungen verteilen.

Beim zweiten Versuch um 18 Uhr fiel das auch verbliebene Gebäudeteil tadellos und wie geplant.

Ostthüringer Zeitung am 20.10.2008


OTZ

Platz für neues Pößnecker Stadtbad wird geschaffen
LEG nimmt die nächste Etappe

Pößneck (OTZ/P.C.). Bei der Entwicklung des Rotasym-Geländes in Pößneck hat die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen gestern die nächste Etappe genommen: Mit der Sprengung eines Gebäudes, das zur ehemaligen Tuchfabrik Siegel & Schütze gehörte. "Nachdem Anfang des Jahres mit der Eröffnung des Kauflandes bereits der erste Baustein auf der neu gestalteten Rotasym-Fläche gesetzt wurde, eröffnet die Sprengung auf dem Gelände der ehemaligen Tuchfabrik die Möglichkeit zum Bau weiterer neuer Gebäude am traditionsreichen Standort , sagte LEG-Geschäftsführer Frank Krätzschmar. Die LEG entwickelt das innerstädtische Gebiet als Treuhänder der Stadt.

Zur Sprengung des Gebäudes hatten sich LEG, Stadt und beteiligte Baufirmen entschlossen, da diese Maßnahme für die Anlieger weniger Schmutz- und Lärmbelastung bedeutet als im Falle eines herkömmlichen Abrisses. Der Abbruch des Gebäudeensembles der alten Tuchfabrik bildet ein wichtiges Teilvorhaben im Gesamtprojekt "Revitalisierung Altstandort Rotasym . Bereits im Mai dieses Jahres hatte die aufwändige Bergung des alten Turmknopfes auf dem ehemaligen Firmengelände von Siegel & Schütze für Aufsehen gesorgt. Zuvor war das Warenhaus Kaufland in der Nachbarschaft eröffnet worden; Investor für dieses Vorhaben ist die Unternehmensgruppe Graf von Thun und Hohenstein Veit Gewerbebauten KG aus Bayreuth.

Entsprechend den Planungen von Stadt und LEG wird das gesamte Rotasym-Gelände mit einer Fläche von 1,5 Hektar bis zum Jahr 2010 komplett beräumt sein.

Dann soll auf der Fläche der Bau des neuen Pößnecker Stadtbades erfolgen. Zudem werden das Flüsschen Kotschau renaturiert sowie die Bundesstraße 281 ausgebaut. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende 2011 vorgesehen, teilte LEG-Pressesprecher Dr. Holger Wiemers am Wochenende mit.

Ostthüringer Zeitung (19.10.2008)

 
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