|
Zu einer Großübung der Feuerwehren im nördlichen Landkreis wurde auch der Führungskraftwagen des Saale-Orla-Kreises angefordert.
Vier Kameraden der Feuerwehr Gefell besetzten den FüKW und unterstützen die Kameraden aus Triptis, Neustadt an der Orla, Weltwitz, Dreitzsch, Rosendorf und Alsmannsdorf sowie der Johanniter Unfallhilfe bei einem Gebäudebrand in der Schule in Dreitzsch.
Insgesamt mussten 18 verletzte Personen gerettet und versorgt, sowie ein Brand größeren Ausmaßes gelöscht werden. Zu den Bildern...

Rettungsübung nach fiktivem Blitzschlag Feuerwehren trainieren in Dreitzscher Schule Von Juliane Ziegengeist Dreitzsch. Zu einem fiktiven Schulbrand in Dreitzsch sind am Freitagabend sieben Feuerwehren und die Johanniter-Unfall-Hilfe ausgerückt. Bei einer Katastrophenschutzübung probten sie den Ernstfall. "Es wird ein Blitzschlag angenommen, durch den der Werkraum im oberen Geschoss der Dreitzscher Schule in Brand geraten ist, in dem vor allem Kinder eingeschlossen worden sind, erklärte Einsatzleiter Volker Eberhardt von der Triptiser Feuerwehr die Ausgangssituation. Punkt 18.32 Uhr wurde die Rettungsleitstelle in Saalfeld alarmiert und nur wenige Minuten später machten sich die ersten Feuerwehren auf den Weg. Eine Minute und 40 Sekunden nach der Alarmierung meldete die Feuerwehr Neustadt als schnellste ihre Ausfahrt. Insgesamt 115 Einsatzkräfte mit 20 Einsatzfahrzeugen waren in Dreitzsch zur Stelle. Den ersten fiktiven Verletzten hatten sie 18.48 Uhr geborgen. Nach knapp einer Stunde kam das letzte Opfer in einem der zwei Rettungszelte an. Dort wurden die Verletzten von den Sanitätern versorgt, während sich die Einsatzkräfte der Feuerwehren um die Sicherung des Gebäudes kümmerten. 17 der 19 Opfer konnten gerettet und erfolgreich medizinisch versorgt werden. Beim Einsatz wurde ein Feuerwehrmann fiktiv verletzt und ebenfalls in einem der Rettungszelte betreut. "Bei einem solchen Großeinsatz wird etwas anders verfahren als beim normalen Rettungsdiensteinsatz, erklärte Andreas Mahrhold vom Sanitätszug des Saale-Orla-Kreises. "Die Opfer kommen zunächst auf einen Sammelplatz, werden dort nach Schwere der Verletzung gesichtet und entsprechend kategorisiert in Leicht-, Mittelschwer- und Schwerverletzte. So wird festgelegt, wer zuerst versorgt werden muss, hieß es. In Dreitzsch mussten sechs Schwerverletzte und acht Mittelschwerverletzte betreut werden. An der Katastrophenschutzübung beteiligten sich die Feuerwehren aus Alsmannsdorf, Dreitzsch, Gefell, Neustadt, Triptis, Rosendorf und Weltwitz. Bei einer ersten Einsatzanalyse lobten die Beobachter, die den Rettungsablauf protokolliert hatten, vor allem ihre hohe Einsatzbereitschaft und die gute Zusammenarbeit untereinander sowie mit der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mängel gebe es noch in der Einteilung der Abschnittsbegehung und Wasserversorgung am Einsatzort. Auch müsse die Versorgung der Opfer bis zur Übernahme durch die Unfallhilfe noch besser organisiert werden, hier dürfe niemand zu lange in der Gegend herumliegen. Aus den Reihen der Feuerwehren selbst war zu hören, dass Kommunikationswege noch effektiver genutzt werden könnten, zum Beispiel durch einen breiteren Einsatz von Funkgeräten. Dennoch war Einsatzleiter Eberhardt mit dem Ergebnis zufrieden. "Wir konnten sehen, dass das Zusammenwirken der Einsatzkräfte und des Rettungsdienstes funktioniert und unsere Leute das, was sie in der Theorie gelernt haben, auch umsetzen können, so sein Fazit. Deshalb sei es wichtig, eine solche Übung mindestens einmal jährlich zu realisieren. Denn nicht zuletzt liefere sie Ansatzpunkte für die weitere Ausbildung und den nächsten echten Einsatz. Wir versuchen, eine solche Übung einmal jährlich zu veranstalten, um unsere Kameraden auch praktisch zu prüfen. Volker Eberhardt, Einsatzleiter der Übung Ostthüringer Zeitung am 21.09.2008 |