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Freitag, 20. Oktober 2017
08.12.2010 23:43 Uhr - Stauversorgung - Bundesautobahn 9 Drucken E-Mail
Geschrieben von Sandro Möckel   
Freitag, 10. Dezember 2010

Stau BAB 9 Ausgerüstet mit 320 Litern heißem Tee und ca. 1.200 Plastikbechern betreuten die Kameraden der FF Gefell einen 16 Kilometer langen Abschnitt der BAB 9 am 08. & 09. Dezember.

Eisregen und starker Schneefall sorgten für einen fast 50 Kilometer langen Stau auf der Hauptverkehrsader Richtung Berlin zwischen Hof/West & Triptis.

Ursächlich waren wohl mehrere kleinere Unfälle, nachdem im Bereich Triptis am späten Nachmittag Eisregen einsetzte. In Folge dessen blieben LKW vor dem Triptiser Berg stehen und es bildete sich schnell ein Rückstau bis zur Anschlussstelle Schleiz, der auch Winterdienstfahrzeuge an ihrer Arbeit hinderte.

Um 23:43 Uhr wurde die FF Gefell zur Versorgung im Stau stehender Fahrzeuginsassen auf die BAB 9 gerufen. Ausgerüstet mit den ersten achtzig Litern Tee ging es kurz nach eins mit zwei Fahrzeugen Richtung Einsatzstelle. Leider war das Befahren der Autobahn auch für Rettungskräfte nicht möglich, da teilweise vier LKWs nebeneinander die Strecke blockierten. So machten sich zwei 4-Mann-Teams über einen Eingang einer Schallschutzwand zu Fuß auf den Weg und verteilten die ersten Becher Tee zwischen der Anschlussstelle Schleiz und dem Parkplatz Mönchgrün.

In der Zwischenzeit sorgte im Gerätehaus Gefell ein Kamerad für den notwendigen Tee-Nachschub, so dass im weiteren Verlauf auch die Strecke zwischen Parkplatz Hirschberg und Anschlussstelle Schleiz versorgt werden konnte. Glücklicherweise konnte dieser Bereich über den Standstreifen mit den beiden kleineren Gefeller Fahrzeugen (VRW & MTW) erreicht werden, was wiederum die Belastung der Kameraden senkte und die Verteilgeschwindigkeit erhöhte.

Zwei Säuglinge wurden zusammen mit Ihren Müttern durch die Gefeller Kameraden ins Krankenhaus Schleiz gebracht, da Nahrung und Windeln zwischenzeitlich aufgebraucht waren und eine ordentliche Versorgung im Stau nicht sicher gestellt werden konnte.

Nach mehr als 14 Stunden Dauereinsatz war der Einsatz um 16:00 Uhr beendet.

Einfach nur verantwortungslos sind jedoch einzelne LKW-Fahrer unterwegs. Oder warum muss man mit einem 40-Tonner auf die dritte Spur wechseln, wenn andere Brummis bereits auf zwei Spuren stehen? Bezeichnend dafür ist der Fahrer eines Schwertransporters mit Überbreite(!) zu nennen, der in den frühen Morgenstunden am Stauende Höhe Seubtendorf auf der dritten Spur an seinen Kollegen vorbei zog, um wenige Meter später im Schnee hängen zu bleiben und damit auch die letzte freie Spur zu blockieren. Pech für alle anderen Autofahrer - zwei Winterdienstfahrzeuge der Autobahnmeisterei Blintendorf, die diesen Abschnitt zumindest noch für PKWs am Laufen hielten, konnten die Stelle nicht passieren und steckten nun ebenso mehrere Stunden fest.

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