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Dienstag, 7. Februar 2012
Atemschutzausbildung an der LFKS in Bad Köstritz Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefan Vödisch   
Samstag, 3. Mai 2008

Ausbildung Atemschutz Eine gemeinsame Atemschutzausbildung im Brandhaus der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz führten die Kameraden aus Gefell, Hirschberg und Ullersreuth  durch.

Unter der Leitung von KBM Jörg Philipp wurde das Suchen von Vermissten sowie die Rettung von Personen in verschiedenen Einsatzfällen im Trockenübungshaus geübt. Nach einer kurzen Stärkung am Grill wurde duch Kamerad Rico Helm das richtige Vorgehen beim Flash Over erklärt und anschließend von jedem Kameraden praktisch trainiert. Danach durfte sich jeder Kamerad mit dem Rollgliss-System in einem 10 Meter hohen Turm abseilen bzw. aufseilen.

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OTZ

Reale Gefahr im Brandübungshaus

Feuerwehrkameraden üben den Ernstfall an der Landesfeuerwehrschule Bad Köstritz

Von OTZ-Redakteur Ulf Rathgeber Gefell/Bad Köstritz. Schier undurchdringlicher Rauch in einem Gebäude, Sichtweite unter zehn Zentimeter sowie Gefahr für Leib und Leben: Diese schwierigen Bedingungen haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Hirschberg, Gefell und Ullersreuth bei einer Übung in der Landesfeuerwehrschule Bad Köstritz vorgefunden.

"Realitätsnahe Ausbildung", lautete die Anforderung an jenem Sonnabend. "Jede Aufgabe wurde gut gelöst", sagte Jörg Philipp, Ausbildungsleiter für die Feuerwehren im Saale-Orla-Kreis. "Der Einsatz und die Motivation der Kameraden waren sehr gut."

Sechs Feuerwehrmänner aus Ullersreuth, zwölf aus Gefell und zehn aus Hirschberg mussten sich dabei unterschiedlichen Gefahren-Situationen und Aufgaben stellen. "Die Brandbekämpfung, Menschenrettung und das Verhalten bei Rauchdurchzündungen standen dabei im Vordergrund", erklärte Kreisbrandmeister Jörg Philipp.

Pünktlich 9 Uhr standen die Kameraden in Feuerwehrkleidung vor dem extra errichteten Gebäude - das so genannte Brandübungshaus - in der Landesfeuerwehrschule, in dem die Gefahrensituationen simuliert werden können. Erst nach einer Begehung und der Einsatzbesprechung wurde es ernst.

Zunächst bauten die Kameraden und eine Kameradin eine Löschstrecke auf, so dass Wasser zur Verfügung stand. Dann ging es heiß her.

"Das gesamt Gebäude wurde vernebelt", berichtete Jörg Philipp. Die Aufgabenstellung für die Feuerwehrleute: Bekämpfung eines Entstehungsbrandes im Kellerbereich mit Übergreifen auf das darüber liegende Geschoss sowie das Auffinden von zwei Personen.

"Die vermissten Personen mussten schnell aufgefunden werden", machte der Kreisausbilder klar. "Nach meiner Einschätzung ist sehr gut vorgegangen worden." Doch dann wurde der Schwierigkeitsgrad erhöht.

"Mayday, mayday, maday" - dieser international gültige Notruf war aus den Funksprechgeräten zu hören, den einer der mit Atemschutzgerät ausgestatteten Feuerwehrleute absetzte. Sein Einsatzpartner war nicht mehr ansprechbar.

"Es wurden Atemschutzgeräteträger nachgefordert", beschrieb Kreisbrandmeister Philipp die realitätsnahe Situation. Selbst Stadtbrandmeister Mark Militzer aus Gefell ging zur Einsatzübung mit ins Gebäude. "Diese Übung diente der Rettung und dem Eigenschutz der Kameraden, die sich teilweise bei den Einsätzen in Lebensgefahr begeben."

In Bad Köstritz wurden weitere Szenarien durchgespielt. So hielten sich beispielsweise mehrere "Schüler" in einem Chemie-Kabinett auf, in dem es zu einer Havarie kam. Die "Puppen" mussten nach einem Unfall ins Freie gebracht werden. "Das sind richtige Stress-Situationen, in denen man die Nerven behalten muss", so Jörg Philipp.

Schwieriger war wohl noch die simulierte Gasexplosion im Kellerbereich mit eingestürzter Decke. "Die Kameraden mussten sich teilweise auf dem Boden kriechend vorarbeiten", beschrieb der Kreisausbilder die Situation. Zunächst musste der Gashahn geschlossen, die Decke abgestützt und schließlich auch Personen geborgen werden.

Mit in dem eintägigen Ausbildungsprogramm enthalten war noch ein Küchenbrand mit Fettexplosion. Stadtbrandmeister Rico Helm aus Hirschberg demonstrierte den Kameraden noch die Türöffnung in einer Gefahrensituation, das sogenannte Flash-Over-Training.

"Es ist wichtig, dass möglichst jeder Feuerwehrmann eine solche Ausbildung absolviert", betonte Jörg Philipp. "Gefahrensituationen kann man trainieren."

Neben den Kameraden aus Hirschberg, Gefell und Ullersreuth haben die Feuerwehrleute aus Neustadt und Wurzbach das Angebot des Kreisbrandmeisters bisher schon in Anspruch genommen. "Am 28. Juni fahren die Feuerwehren von Saalburg und Wurzbach nach Bad Köstritz." Für das kommende Jahr haben sich bereits die Kameraden aus Bad Lobenstein und Ebersdorf angemeldet.

Jörg Philipp wünscht sich, dass weitere Wehren das kostenlose Angebot wahrnehmen. "Ich habe große Achtung vor den Kameraden. Sie opfern für die Ausbildung und die Einsätze viel Freizeit."

Voraussetzung, um überhaupt am aktiven Einsatzdienst teilnehmen zu können ist, dass in der Truppmann-Ausbildung Teil 1 insgesamt 70 und im Teil 2 noch einmal 80 Stunden absolviert werden. "Nur dann ist man zum Einsatzdienst zugelassen", so Philipp.

Ostthüringer Zeitung am 26.06.2008

 
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